Sind Computer und das Internet schlecht für Kinder?

30.03.2016 von LN

Es ist ein Dilemma, das sich praktisch jeder Familie in unserer Zeit stellt: Das Kind sitzt vor dem Computer oder bekommt die Augen nicht vom Handy-Display. Öffnet man das Internet und liest ein wenig nach, so findet man schnell eine Masse an Horrorgeschichten, wie der Computer das Leben des Kindes zerstört hat und sogar noch Schlimmeres. Stellt sich nun die Frage: Wie gut oder schlecht sind Computer, Internet und Online Spiele für Kinder tatsächlich?

In Maßen und unter Aufsicht

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Zuviel ist schlecht. Das gilt für praktisch alles im Leben und der Computer ist hier keine Ausnahme. Wenn das Kind den ganzen Tag nur vor dem Bildschirm sitzt kann das selbstverständlich schwere Folgen haben: soziale Isolation und Depressionen sind nur zwei von vielen Schreckgespenstern. Interessanterweise zeigt sich, dass in den meisten schweren Fällen der Computer oder das Spiel, in das sich das Kind flüchtet, eher eine Wirkung als eine tatsächliche Ursache sind – meist liegt die Wurzel des Problems woanders; oft in der Schule oder in der Familie. Mit anderen Worten: in gesundem Maß und (vor allem im Internet) unter vernünftiger Aufsicht ist der Computer nicht gefährlicher als jede andere Freizeitaktivität – im Gegenteil. Es gibt viele Vorzüge, welche die Nutzung von Internet und Computern mit sich bringen.

Studien belegen Vorzüge
Erstaunlicherweise sind es vor allem die oft verdammten Off- und Online Spiele, die einen besonderen Nutzen für Kinder haben. Kinder können hier Stressabbau betreiben, indem sie die echte Welt mal für ein paar Augenblicke hinter sich lassen – in gesundem Maß ist das nicht nur ungefährlich, sondern auch ausgesprochen wichtig! Dazu entwickeln Heranwachsende durch die Bedienung der Spiele bessere Feinmotorik und ein ausgeprägtes Verständnis für das „Ursache und Wirkung“ Prinzip. Eine Studie Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) fand 2015 zudem heraus, dass die Nutzung von Computern im Allgemeinen und das Spielen von Videospielen im Besonderen zu einer deutlichen Verbesserung von mathematischen und logischen Fähigkeiten führen kann.

Auch das Multitasking wird gefördert. Kinder achten bei Spielen auf verschiedene Dinge gleichzeitig – bei einem Rennspiel gibt es zum Beispiel oft eine Straßenkarte, die neben der schnellen Fahrt beachtet werden muss und ähnliches mehr. Viele moderne Spiele fordern in der Handlung auch konsequentes Handeln und stellen den Spieler vor schwierige moralische Entscheidungen, die gelöst werden müssen, damit die Handlung weiter geht.

Dass Kinder sich von Titeln, die für Erwachsene gedacht sind, fernhalten sollten ist selbstverständlich. Hier sind, ebenso wie beim Umgang mit anderen Menschen in Online Spielen, in erster Linie die Eltern gefragt, von denen Heranwachsende den vernünftigen Umgang mit dem Medium und seinen Nutzern erlernen müssen. Es gibt eine große Bandbreite an Spielen, zum Beispiel auf spielenonline.com, die hervorragend für Kinder und Jugendliche geeignet sind.
Um es kurz zu fassen: Unter vernünftiger Anleitung und in gesundem Maß sind Computer, Internet und (Online) Videospiele keine direkte Gefahr für Kinder. Solange genug Abwechslung im Lebensalltag besteht, kann dieses vielseitige Medium sogar sehr hilfreich für die Entwicklung des Kindes sein.