Dresden

Stückelmörder vom Gimmlitztal erneut vor Gericht

01.11.2016 von SN

Erneute Hauptverhandlung im Strafverfahren gegen Detlev G. wegen Verdacht des Mordes u. a. (Fall »Gimmlitztal«)

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am 4. November 2013 in seiner Pension im Gimmlitztal einen 59jährigen Mann nach einem vorher gemeinsam gefassten Plan getötet und anschließend zerstückelt zu haben.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts hatte den Angeklagten nach umfangreicher Beweisaufnahme am 1. April 2015 wegen Mordes in Tateinheit mit Störung der Totenruhe zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Auf die Revisionen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft wurde dieses Urteil am 6. April 2016 aufgehoben und die Sache an eine andere Kammer zurückverwiesen..

Der Bundesgerichtshof beanstandete, dass das Landgericht nicht rechtsfehlerfrei ausgeschlossen habe, dass sich der Verstorbene, wie vom Angeklagten behauptet, selbst getötet hat.

Zudem habe das Landgericht zu Unrecht von der Verhängung der bei einer Verurteilung wegen Mordes vorgesehenen lebenslangen Freiheitsstrafe Abstand genommen. Denn auch der von der Kammer festgestellte Wunsch des Tatopfers, getötet zu werden, habe nicht die Möglichkeit eröffnet, die Strafe zu mildern.

UPDATE: Kurz nach Beginn des Prozess wurde dieser unterbrochen - Grund: Die Verteidung beantragte, die Wirtschaftskammer des Landgerichts Dresden für nicht zuständig zu erklären.


Stückelmörder vom Gimmlitztal erneut vor Gericht
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