Bautzen

Hockey: 5. Spieltag - Bautzen lässt alte Stärke vermissen

28.02.2017 von LN

Am letzten Spieltag der regulären Saison durfte sich Bautzen als Heimspielstätte präsentieren.
Der MSV hatte alles selbst in der Hand, um sich für die Playoff-Spiele in Leuna zu qualifizieren.
Ein weiterer Anwärter auf den zweiten Quali-Platz war gleich der erste Gegner.
So ging es 11:40 Uhr vor gut gefüllten Rängen also gegen Görlitz.
Es dauerte rund 5 Minuten und es dröhnte schon hörbarer Torjubel von den Rängen.
Andreas Dreßler servierte Maik Hubatsch eine Strafecke, die er nur recht unkonventionell stoppen konnte.
Aber da ja leicht jeder kann, schlenzte Spielertrainer Sebastian den gestoppten Ball unhaltbar mit der Rückhand in die Maschen des Tores zum 1:0.
Bautzen machte weiter Druck, doch irgendwie wirkte die offensive Taktik etwas wackelig.
Einen gut temperierten Bandenpass von Günther erreichte Wobad nicht mehr, was Görlitz souverän in erst in einem Konter und dann auch noch mit einem Tor 2 Minuten vor dem Pausenpfiff bestrafte.
Die Pause war schon in greifbarer Nähe, da erspielte sich die Stadt von der Spree noch einmal eine Strafecke.
Wie immer stark hereingebracht, scheiterte Maik Wobad sage und schreibe 4 Mal in Folge am Schlussmann von Görlitz.
Da wäre bei einem Abspiel vielleicht die Halbzeitführung drin gewesen, aber so ging man mit 1:1 in die Halbzeit.

Die ersten Minuten nach der Pause gab Görlitz unerwartet den Takt an.
Bautzen holte zwar in der 23. Minute eine Strafecke heraus, doch als diese auch noch scheiterte gab es kein Halten mehr bei den Grenzstädtern.
Mücke und Hubatsch gaben alles und rannten den Angreifern hinterher.
Als Grosche im Tor wie im Lehrbuch ausgespielt war, war die Bahn frei für den Führungstreffer.
Falsch gedacht.
Maik Hubatsch rettete mit einer Sprungeinlage den Ball noch kurz vor der Torlinie und hatte so die Fans hörbar auf seine Seite gebracht.
In der Vorwärtsbewegung unterlief Sebastian ein Fehler durch Schägerschlagen, der Bautzen noch bitter aufstoßen ließ.
Denn der schnell ausgeführte Freischlag benötigte nur zwei Zwischenstationen, um am Ende bei dem gut postierten Stürmer von Görlitz zu landen.
Dieser ließ sich nicht 2 Mal bitten und brachte sein Team mit 1:2 in Front.
Wie als hätte der Rathausturm von Bautzen die Glocken läuten lassen, schlug ab diesem Zeitpunkt die Stunde des Frank Grosche.
Alles, was Andreas Dreßler und Co. nicht vom Tor fernhalten konnte, parierte Grosche mit stolz geschwellter Brust tadellos.
Diese Sicherheit zwischen den Pfosten ließ den MSV nun auch wieder mutiger werden.
Ungefähr 8 Minuten vor dem Ende nahm Tobias Mierwaldt all seinen Mut zusammen und wuchtete umzingelt von Verteidigern den Ball in Richtung des gegnerischen Tores.
Die starke Parade des Keepers verhinderte aber den erhofften Ausgleich.
Nur wenige Sekunden später bescherte Mierwaldt seinem Team eine schlechte Aussichtslage, als er völlig unnötig sich zu einem taktischen Foul auf Höhe der Mittellinie hinreißen ließ.
Ab diesem Moment musste Bautzen ganze 5 Minuten mit einem Mann weniger auf dem Platz die Aufgabe des Ausgleichs lösen.
Da sich kurz darauf auch die Grenzstädter um einen Spieler erleichterten, ging es nun 5 gegen 5 dank einer grünen Karte.
Bautzen nutzte diese Strafminute weise und so gelang Martin nach starken Querpass von Sebastian ein Stecher, der nur knapp am langen Pfosten vorbeizog.
5 Minuten vor dem Ende schnappte sich Sebastian erst den Ball vom Gegner an der Mittellinie, ließ die Hintermannschaft aus Görlitz alt aussehen und versenkte dann sehenswert die Kugel im Netz.
Selbst der heran hechtende Verteidiger musste bei diesem scharfen Ball das Nachsehen haben.
Kurz danach war Görlitz wieder vollzählig und deutlich sattelfester im Abwehrverhalten.
Ein Fußfehler 3 Sekunden vor der Schlusssirene verschaffte Bautzen noch eine letzte Strafecke.
Leider erreichte Martin die Ablage von Sebastian nicht und so vergab man die Chance, als Sieger das Spiel zu beenden. 
Am Ende trennte man sich nach einer spannenden Partie mit einem 2:2 Unentschieden.

Elster-Hockey-Club – MSV Bautzen 04 5:5 (1:1)

Schon vor dem Anpfiff gegen den Elster-Hockey-Club stand fest, dass sich der MSV Bautzen für die Endrunde qualifiziert hatte, dennoch wollte man keinen Gang rausnehmen oder gar sich schonen.
Nach dem ersten Mittelfeldgeplänkel kam nach gut 3 Minuten Wobad zur aller ersten Torchance der Partie.
Zwar fehlte es noch an Genauigkeit, doch daran ließ sich arbeiten.
Durch die variable Umstellung stand Sebastian vorn im Sturm, anstatt hinten in der Abwehr.
Diesen Posten übernahm kurzfristig Martin, der mit seinem Job leider überfordert war und die Manndeckung des heraneilenden Schützen vergaß.
So kam es, wie es kommen musste und Elsterwerda ging mit 1:0 in Führung.
Nach dem Tor ging es munter hin und her.
So zwang erst Maik Wobad, dann Elsterwerda und dann wiederum Maik Hubatsch den jeweiligen Schlussmann zu starken Paraden.
Dreistigkeit siegt?
Im Falle von Sebastian Mücke und dem 1:1 schon.
An der Grundlinie wagt sich Mücke seine Trickkiste wieder aufzumachen und umspielt erst den sonst so starken Abwehrspieler aus Elsterwerda und täuscht dann auch noch ganz abgezockt den Schlussmann der Gäste.
Als dieser dann wehrlos am Boden liegt, spaziert Sebastian ganz ruhig über die Torlinie.
Elsterwerda steckte nicht auf und suchte den zweiten Treffer, doch im ersten Durchgang ließ sich Frank Grosche einfach nicht mehr überwinden.
Gleiches galt auf für die Goalie aus Brandenburg.
In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit kocht es dann noch einmal in den eigenen Reihen des MSV.
Florian und Frank sind sich frei nach dem Motto „nimm Du ihn, Ich hab ihn auch nicht“ nicht einig wer die Bewegung gegen den Spieler macht und prompt hätte es fast geklingelt im Kasten.
Nach einer lautstarken Ansage des Coaches, fand Florian dann wieder in die Spur.
Danach bat das Schiedsrichtergespann auch schon zur Halbzeit.
Die zweite Hälfte startete mit einem Paukenschlag.
Gerade einmal eine Minute war gespielt, da ließ sich Sebastian komplett ohne Finte im Mittelfeld überlisten und der Gegner durfte fast unbedrängt das 2:1 schießen.
Elsterwerda nutzt die Lethargie der Hausherren in den Zweikämpfen konsequent aus.
Nach einem Schlägerschlagen wurde der Freischlag schnell auf einen Mitspieler abgelegt und dann in den Schusskreis gespielt, wo der Gegner dem Ball noch die entscheidende Richtung zum Tor gab.
Dank dieser Streicheleinheit stand es binnen weniger Minuten schon 3:1 für die Gäste von der Schwarzen Elster.
Das zweite Gegentor in kurzer Zeit wirkte glücklicherweise wie ein Weckruf für den MSV.
Einen Angriff vom Kapitän der Spreestädter fand dank des gegnerischen Fußes auf der Torlinie nicht den gewünschten Anschlusstreffer, sondern einen 7-Meter.
Diesen nahm sich Martin Böhmer, doch die Nerven flatterten und der Ball ging mittig auf den Schlussmann.
Danach hätte fast auch noch Maik Hubatsch den Bock umgestoßen, doch auch bei ihm lief es nicht so ideal wie in den Spielen davor und so rutschte ihm sein Torschuss von der Kelle.
Der 3:2-Anschlusstreffer gelang dann erst nach einer vielzahl an Chancen.
Dank einer Passstafette von Wobad und Mücke rappelte es im Kasten.
Maik wischte trotz Grätsche des Keepers den Ball noch flink nach rechts auf Sebastian, der den Ball ohne mit der Wimper zu zucken einnetzte.
Danach ging es wieder auf das Tor der Hausherren.
Eine Strafecke der Brandenburger konnte Gabor mit seiner Schnelligkeit noch außerhalb des Schusskreises abblocken und so die Gefahr minimieren.
Nur noch 9 Minuten verblieben auf der Uhr und erneut scheiterte Martin an seinem Nervenkostüm.
Eine Ecke nahm dieser sauber von Sebastians Schläger und wuchtete ihn deutlich über das Gehäuse.
Kurz nachdem auch noch Maik Wobad am Pfosten scheiterte, wurde Sebastian unfair im Schusskreis gestoppt.
Erneut 7-Meter für Bautzen, erneut Böhmer der Schütze?
Nein.
Gabor Günther nahm sich den Ball, stellte sich breitbeinig neben sein Spielgerät und wuchtete den Ball halbhoch in die Maschen.
Ab diesem Zeitpunkt startete die Schlussoffensive beider Teams.
Nach den Adressaten Dreßler, Wojtas und Böhmer, landete das Spielgerät, nach dem es vom Gegner abgefälscht wurde bei Mücke, der seelenruhig im Eck stand und dann den Keeper zum Tänzchen forderte.
Sebastian Mücke mit viel Wut im Bauch gewann dieses Duell für sich und trat nach dem Führungstreffer erstmal voller Erleichterung gegen den Pfosten zum 3:4.
Der schnelle Ausgleich folgte postwendend, als Bautzen wieder mit dem Kopf ganz woanders war.
So drang ein Querpass direkt im eigenen Schusskreis ein und der Gegner konnte unbedrängt den Abschluss suchen.
Beim zweiten Schussversuch lag nicht nur Frank Grosche, sondern dann auch der Ball zum 4:4 im Netz.
3 Minuten vor dem Ende ging dann auch noch Elsterwerda in Führung.
Wieder war es eine scharfe Hereingabe, wieder berührte der Stürmer nur leicht und wieder sah Bautzen ganz alt aus.
Es befand sich nur noch 1 Minute auf der Anzeigentafel, als Martin Böhmer uneigennützig den Ball auf Kapitän Wobad ablegte und dieser das 5:5 verbuchen konnte.
Die letzten Sekunden der regulären Saison hätten Maik Wobads werden können, doch 3 Mal in Folge agierte er unnötig egoistisch und versuchte den Ball selber in den Maschen unterzubringen, anstatt Gabor Günther oder Rico Bärsch freistehend zu bedienen.
Als die Sirene in der Halle lautstark ertönte, war die Ernüchterung über das 5:5 groß.
Die Generalprobe für die kommenden Aufgaben in Leuna war sinnbildlich ins Wasser gefallen.
Dennoch nahm man auch den positiven Aspekt mit, nur 2 Mal in der Saison geschlagen wurden zu sein.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal den Rasenschnecken, unseren Freunden, unseren Verwandten, unseren Fans und unseren Sponsoren danken für die starke Unterstützung auf den Rängen und hinter den Kulissen.
Nur dank Euch lebt unser Traum der Aufstiegsrunde.
Für den MSV Bautzen 04 spielten: Frank Grosche (Tor), Andreas Dreßler, Sebastian Mücke (5), Florian Wojtas, Gabor Günther (1), Maik Wobad (1), Tobias Mierwaldt, Martin Böhmer, Maik Hubatsch und Rico Bärsch.



Hockey: 5. Spieltag - Bautzen lässt alte Stärke vermissen
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