Görlitz/Hoyerswerda

Lebenslange Freiheitsstrafe für Mord an Ehefrau

17.03.2017 von LN

Im Verfahren gegen den afghanischen Staatsangehörigen, dem zur Last gelegt wird, seine Ehefrau im Asylbewerberheim in Hoyerswerda getötet zu haben, hat die Schwurgerichtskammer heute das Urteil gesprochen. Es sprach den Angeklagten des Mordes für schuldig und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Die Kammer hatte sich davon überzeugt, so der Vorsitzende der Kammer, dass der Angeklagte am 30.8.2016 aus Eifersucht das Gesicht seiner Frau in ein Kissen gedrückt hatte, um sie zu töten. Die Mutter von vier Kindern verstarb an Ersticken. Hintergrund der Tat sollen Trennungsabsichten der Ehefrau gewesen sein, von denen der Angeklagte erfahren habe; auch habe die Getötete Kontakte zu anderen Männern aufgenommen.
Die Kammer bejahte das Vorliegen des Mordmerkmals der sonstigen niedrigen Beweggründe: Der Angeklagte habe seiner Frau, so der Kammervorsitzende, das Lebensrecht abgesprochen, weil sie sich ihm nicht länger unterwerfen wollte. Er behandelte sie "wie eine Sache, über die man disponieren konnte", so wörtlich der Vorsitzende.