Studieren in Sachsen - Wie hoch sind die Gebühren?

13.10.2017 von LN | fotolila/granata68

Jährlich steigt die Zahl derer, die sich in Deutschland für ein Studium entscheiden. Mittlerweile schreiben sich pro Jahr mehr als eine halbe Million Menschen für Studiengänge an Hochschulen ein. Ein Grund für diese Entwicklung findet sich im Bereich der sinkenden Studiengebühren. Für viele bleibt dennoch die Frage, wo es sich am günstigsten studieren lässt und in welchen Bundesländern die Gebühren eventuell zu Problemen führen könnten.

Was sind Studiengebühren?

Bei Studiengebühren handelt es sich um regelmäßig zu zahlenden Gebühren, die seitens des Studenten gegenüber der Hochschule entrichtet werden müssen. Ziel dieser Gebühren ist es, die anfallenden laufenden Kosten staatlicher oder privater Hochschulen zu decken und das Fortbestehen der Bildungseinrichtung auf diesem Wege zu sichern.

Je nach Bundesland können die Studiengebühren unterschiedlich ausfallen. Entscheidend hierfür ist, um welche Art von Studium es sich handelt. Während der letzten Jahre haben viele Bundesländer ihre Richtlinien bezüglich der zu entrichtenden Studiengebühren geändert. Als Resultat daraus fallen seit dem Wintersemester 2014/2015 in allen Bundesländern keine allgemeinen Studiengebühren mehr an. Langzeit- oder Seniorenstudenten sowie all jene, die ein Zweitstudium anstreben, müssen allerdings je nach Bundesland auf die entsprechenden Gebühren achten.

Im Durchschnitt fallen bundesweit für etwaige Studiengänge Gebühren in Höhe von 83,33 Euro pro Monat an. Dabei gibt es einige wenige Bundesländer, die gänzlich auf solche Gebühren verzichten, aber auch jene, die alle weiteren Studienrichtungen durch Gebühren seitens der Studenten unterstützt sehen möchten. Da die Erhebung der Gebühren in der Hand der jeweiligen Landesregierung liegt, können insbesondere politische Machtwechsel innerhalb der Bundesländer die Erhebung sowie die Höhe der Gebühren stark beeinflussen. Weiterhin gibt es vereinzelte Bundesländer, die zwar keine direkten Studiengebühren, dafür jedoch geringfügige Studienbeiträge erheben.

Wo ist das Studium am günstigsten und wo fallen die meisten Kosten an?

Bundesweit gibt es mit Nordrhein-Westfalen sowie Schleswig-Holstein zwei Bundesländer, in denen es keinerlei regelmäßige Gebühren zu entrichten gilt. Selbiges gilt mit einer Ausnahme auch für den Freistaat Bayern. Für weiterbildende sowie berufsbegleitende Studiengänge fallen hier Gebühren zwischen 1250 und 2500 Euro an. Alle anderen Studiengänge sind frei von jeglichen Gebühren. Die höchsten Kosten erwarten Personen, die ein Langzeitstudium, ein Seniorenstudium oder Zweitstudium in Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt anstreben. In Sachsen-Anhalt können für jede der nicht allgemeinen Studienrichtungen pro Semester bis zu 500 Euro an Gebühren anfallen.

Wer die von den Hochschulen in Sachsen-Anhalt erhobenen Gebühren nicht zahlen kann, für den kann sich ein Blick in Richtung der Hochschulen Sachsens lohnen. Hier können die Kosten für ein Langzeit- sowie Zweitstudium zwar ebenfalls bis zu 500 Euro pro Semester betragen, jedoch finden sich auch Hochschulen, deren Gebühren deutlich unter diesem Wert liegen. Gebühren für ein Seniorenstudium entfallen in Sachsen gänzlich.

Dank vielerlei Änderungen in puncto Studiengebühren soll bundesweit erreicht werden, dass das Studieren unabhängig von sozialen Hintergründen möglich ist. Wer jedoch ein Studium außerhalb des allgemeinen Studiums anstrebt, der ist gut beraten, wenn er sich bereits langfristig vor Antritt des Studiums über die regionalen Gebühren informiert. Somit kann notfalls ein Studienplatz in einem Bundesland mit geringen Studiengebühren gefunden werden.

Quellen und weitere Infos dazu hier:
https://www.vexcash.com/blog/studiengebuehren/
https://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/deutschland-neuer-studentenrekord-an-hochschulen-a-1123119.html