Bautzen

Freispruch in Missbrauchs-Prozess

28.10.2017 von LN

Am Donnerstag wurde der Prozess vor dem Amtsgericht Bautzen gegen Jens M. fortgesetzt. 
Die Dipl.Psychologin Gisela Klein trug ihr Gutachten, welches sie mittels des Polygraphen am Angeklagten durchgeführt hat. Sie führte auch den genauen Ablauf der Begutachtung aus. 
Wichtig ist auch, dass der Polygraphentest für den Angeklagten nur entlastend wirken darf. Und so war es in der Tat auch. Die Fragen wurden alle wahrheitsgemäß verneint.

In der Folge forderte sowohl die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung einen Freispruch für den 51-jährigen. Zu diesem Schluss, das führten beide aus, wäre man auch ohne dem Polygraphentest gekommen, da sich in den Aussagen der Mutter und auch von Sophie zu viele Widersprüche fanden.  Es wird vermutet, dass eine Präventionsveranstaltung zum Thema sexuellen Missbrauch in Kombination mit der Frühreife des Mädchens zu eine Suggestion geführt hat. Vermutlich hat sie auch von dem Sex-SMS-Verhältnis zwischen ihrer Mutter und dem Onkel Kenntnis erhalten, während sie mit dem Handy spielte. Auch das Aussagegutachten der Sachverständiger zeigten deutliche Widersprüche in der Aussage, der heute 14-jährigen fest. 

Der Partner der Mutter und Bruder des Angeklagten erschein auch am 2. Verhandlungstag nicht vor dem Gericht, es machte den Anschein, man wolle sich vor dem Termin drücken. 

Letztendlich wurde der Mann frei gesprochen, alle Kosten trägt die Staatskasse. Für den Familienfrieden wird aber wohl auch dieses Ergebnis nicht sorgen.