Görlitz - Täter nach weniger als 36 Stunden verurteilt

Eine 47-jährige Zeitungsausträgerin ging gestern am frühen Morgen ihrer Tätigkeit in Görlitz auf der Bahnhofstraße nach, als sie plötzlich von einem 28-Jährigen Hausbewohner unvermittelt an einem Hauseingang angegriffen wurde.

Der Mann brachte die Geschädigte zu Boden, schlug mit den Händen auf sie ein und trat ihr mit dem Fuß (er hatte Sportschuhe an) mehrfach gegen Kopf und Oberkörper.

Die Geschädigte erlitt eine Platzwunde an der Stirn und mehrere Hämatome im Gesicht sowie erhebliche Schmerzen.

Der deutlich alkoholisierte Täter konnte nur unter Einsatz einfacher körperlicher Gewalt festgenommen werden.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Kriminaltechniker sicherten Spuren am Tatort.

Bereits heute hat die Staatsanwaltschaft Görlitz beim Amtsgericht Görlitz den Antrag gestellt, gegen den Täter wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung im beschleunigten Verfahren zu entscheiden.

Für 11.30 Uhr hat das Amtsgericht Termin bestimmt und den  28 Jahre alten Mann wegen des erhobenen Tatvorwurfs zu einer     Freiheitsstrafe von acht Monaten, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung, verurteilt. Zudem muss er als Bewährungsauflage 1.200 Euro an die Geschädigte zahlen.

Das Urteil ist nicht einmal 36 Stunden nach Tatbegehung rechtskräftig. Ein Tatmotiv konnte nicht herausgearbeitet werden.