BAB4 - Mit 230 km/h vor der Polizei geflüchtet

Heute Morgen, kurz nach 03.00 Uhr, haben Beamte der gemeinsamen Streifengruppe von Bundespolizei und Zoll auf der Autobahn bei Nieder Seifersdorf einen gestohlenen BMW sichergestellt. Anschließend gelang es, den Fahrer des entwendeten Pkw vorläufig festzunehmen.

Den ersten Sichtkontakt zu dem Kombi hatte die Streife auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Salzenforst. Als der Wagen bei Bautzen mit eingeschaltetem Blaulicht angehalten werden sollte, überholte der Mann hinter dem Lenkrad das Streifenfahrzeug und zog zunächst auf der Überholspur davon. Auf dem Rastplatz Löbauer Wasser suchte der Unbekannte anschließend mit dem BMW Deckung hinter parkenden Lkw, wurde jedoch erkannt. Ohne Licht raste er erneut davon, nutzte dazu den Standstreifen der Autobahn. Den Baustellenabschnitt im Bereich der Anschlussstelle Weißenberg passierte der Unbekannte mit Tempo 230, überholte auch dort andere Verkehrsteilnehmer und schlängelte sich dabei zum Teil durch aufgestellte Warnbaken hindurch. Die Sperrung des Parkplatzes Wacheberg interessierte den BMW-Fahrer offensichtlich ebenfalls nicht. Ganz nebenbei touchierte er auf dem Platz während der Fahrt beinahe abgestellte Baufahrzeuge. An der Leitplanke, nur einige Meter vor der Abfahrt Weißenberg in Richtung Görlitz, verunfallte der Pkw. Als die Ordnungshüter nur einen Moment später am Unfallort eintrafen, fehlte von dem Fahrzeugführer vorerst jede Spur. Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf stellten jedoch gegen 03.15 Uhr den Verdächtigen. Er hatte sich bereits in Richtung Ortslage Prachenau zu Fuß abgesetzt. Bei dem Festgenommenen handelte es sich um einen 22-jährigen polnischen Bürger.

Ihn und den entwendeten vier Jahre alten 5er Touring übernahm das Autobahnpolizeirevier Bautzen. Der Halter des BMW, ein Mann aus dem Landkreis Pirna, hatte den Diebstahl seines fahrbaren Untersatzes in der Nacht nicht bemerkt. Erst ein Anruf durch die Polizei setzte ihn über die Ereignisse der vergangenen Stunden in Kenntnis. Die abschließenden Ermittlungen führt nun die SoKo Kfz.

 

Foto: Bundespolizei

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