Kamenz - Landratsamt lässt Asylunterkunft kontrollieren

Mit einer unangekündigten Hauskontrolle, obligatorisch und ohne einen Anfangsverdacht, hat das Landratsamt Bautzen am Dienstagmorgen das Asylbewerberheim in der Kamenzer Macherstraße in größerem Umfang durchsuchen lassen.

Unterstützt wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ausländeramtes durch 77 Beamte und zwei Diensthunde der Polizeidirektion Görlitz.

Die Polizisten kontrollierten insgesamt 43 Personen sowie leerstehende Zimmer, Sanitäranlagen und die Notunterkunft, die in einem Teil des Gebäudes untergebracht ist. Die Durchsuchungen verliefen ohne Störungen. Bei einem 35-jährigen Georgier wurde ein Tütchen mit Betäubungsmitteln sichergestellt, vermutlich handelt es sich um Cannabis. Bei einem 27-jährigen Libyer fanden die Einsatzkräfte ein Springmesser.

Die verbotenen Substanzen und Gegenstände wurden konfisziert. Die Kriminalpolizei fertigte Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Waffengesetzes.

Das Asylbewerberheim Kamenz ist als Gemeinschaftsunterkunft deklariert. Darin leben derzeit 270 Bewohnerinnen und Bewohner. Von ihnen kommt der größte Teil aus Russland/Tschetschenien, Afghanistan, Indien und Pakistan.

Derartige Kontrollen führt die Ausländerbehörde regelmäßig in enger Kooperation mit der Polizei durch.

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