Kodersdorf - Mutmaßlichen Autodieb nach 630 Kilometer Flucht gestellt - Haftbefehl erlassen

Ein 65.000 Euro teures BMW-Cabrio haben Zivilfahnder der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Bautzen Dienstagmittag in Kodersdorf sichergestellt.

Und nicht nur das, auch den 24-jährigen Fahrer des schwarzen Wagens nahmen die Polizisten vorläufig fest. Am Mittwoch erließ ein Richter Untersuchungshaft gegen den dringend Tatverdächtigen.

Den gemeinsam operierenden Fahndern der Görlitzer Kriminalpolizei und der Bundespolizeiinspektion Ebersbach fiel der hochmotorisierte BMW M 4 zur Mittagszeit auf der BAB 4 auf. Der Wagen war mit zügiger Geschwindigkeit auf dem Weg in Richtung Landesgrenze. Die an dem Auto angebrachten Kennzeichen gehörten jedoch an ein anderes Fahrzeug.

Als die Beamten den BMW bei Bautzen stoppen und kontrollieren wollten, gab dessen Fahrer Gas. Der Wagen flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Görlitz. Die Streife GFG verfolgte den BMW, der an der Anschlussstelle Kodersdorf die Autobahn verließ. Ein Hubschrauber der Polizei kreiste in der Luft über dem gesuchten Pkw. Die Polizisten entdeckten das Auto in der nahen Ortschaft auf der Straße des Friedens und ergriffen den Fahrer, ehe dieser davonlaufen konnte. Sie nahmen den 24-Jährigen vorläufig fest.

Es stellte sich schnell heraus, dass das schwarze Cabrio im Wert von etwa 65.000 Euro vermutlich in den Nachtstunden im rund 630 Kilometer entfernten Dettingen unter Teck in Baden-Württemberg entwendet worden war. Das Auto wurde schlüssellos betrieben. Ganz offensichtlich hatten die Täter mit technischer Hilfe binnen Sekunden das Funksignal des Zündschlüssels auffangen, den Wagen öffnen und das Auto starten können. Es war allein dem Bauchgefühl der erfahrenen Fahnder zu verdanken, dass der Pkw nicht außer Landes gebracht werden konnte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz erließ ein Haftrichter am Amtsgericht Görlitz am Mittwochnachmittag Haftbefehl gegen den 24-jährigen Tatverdächtigen. Er wurde danach unverzüglich in eine Justizvollzugsanstalt überführt.

Die Soko Kfz des Landeskriminalamt Sachsen wird die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei in Baden-Württemberg führen.

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