BAB4/ Bautzen - Schnelles Urteil für vier Schwarzarbeiter

Für vier Männer aus der Ukraine endete am 23. März 2019 die Fahrt zu ihrer neuen Baustelle vor dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts in Bautzen.

Eine Streife der Bundespolizei stoppte am Freitag um 17:35 Uhr bei Uhyst auf der Autobahn 4 einen in Richtung Dresden fahrenden VW Golf Kombi. Die vier Insassen im Alter von 31, 36, 38 und 39 Jahren legten den Beamten ihre ukrainischen Reisepässe vor und gaben an, in Dresden einkaufen gehen zu wollen. Dass dies nicht der wahre Zweck ihrer Fahrt war, stellten die Beamten dann aber bei einem Blick in den Kofferraum fest. Hier fanden sie vier Paar nagelneue Arbeitsschuhe, in der Reserveradmulde versteckte Arbeitskleidung und vier falsche rumänische Identitätskarten, die mit Passfotos der Ukrainer versehen waren. Diese mussten nun mit zur Dienststelle kommen und sich dem Straftatvorwurf der versuchten unerlaubten Arbeitsaufnahme sowie der unerlaubten Einreise und dem unerlaubten Aufenthalt stellen. Die Ukrainer gaben nunmehr zu, dass sie auf dem Weg zu einer Baustelle waren um Geld zu verdienen.
Die Staatsanwaltschaft Görlitz initiierte daraufhin die Durchführung eines beschleunigten Strafverfahrens. Am Samstag verurteilte das Amtsgericht Bautzen die vier Männer zu einer Geldstrafe von jeweils 400,00 Euro. Nach Zahlung dieser Summe wurden die Ukrainer noch am selben Tag nach Polen zurückgeschoben.