Dresden/Bautzen - Wohnungsdurchsuchungen in Oberlausitzer Graffitiszene

Am Morgen des 25. Juni 2019 durchsuchten 30 Einsatzkräfte der Bundespolizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Görlitz die drei Haupt- und Nebenwohnungen eines 21-jährigen tatverdächtigen Graffitisprayers in Dresden und einer Ortschaft nahe Bautzen.

Er und drei weitere noch unbekannte Mittäter stehen im Verdacht, in den letzten Monaten in Bautzen und Bischofswerda zahlreiche Graffitis an Bahnanlagen angebracht zu haben. Insgesamt ist dadurch ein Schaden von etwa 4.000,00 Euro entstanden.
Die ermittelnde Bundespolizeiinspektion Ebersbach wurde durch Einsatz- und Spezialkräfte aus Dresden und Halle unterstützt. Die Beamten stellten nicht nur umfangreiches Beweismaterial wie Computer und Spraydosen sicher, sondern mussten ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen einen ebenfalls 21-jährigen Mitbewohner einleiten. Er hatte kurz zuvor Marihuana konsumiert und in dessen Wohnräumen fanden die Beamten, eine geringe Menge Haschisch zum Eigengebrauch, mehrere LSD-Plättchen, ein Cliptütchen mit Crystal sowie Utensilien zum Drogenkonsum. Außerdem stellten die Bundespolizisten in der Wohnung befindliches Baustellenabsperrgerät sicher, deren Herkunft noch geklärt werden muss.
Die beiden deutschen Beschuldigten müssen sich wegen Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Das Strafgesetzbuch sieht hier Geldstrafen oder Freiheitstrafen vor.

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